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Der Businessplan

Tipps für Gründerinnen und Gründer

Auf den folgenden Seiten möchten wir einen Überblick über die möglichen Themenbereiche eines Businessplanes für Zahnärztinnen und Zahnärzte geben.

Diese sind grundsätzlich gleichermaßen sowohl bei Neugründungen als auch bei Übernahmen sinnvoll. Hinweise zu eventuellen Einschränkungen sind bei den jeweiligen Details vermerkt.

Wir möchten hier ebenfalls auf eine mögliche Herangehensweise bei der Erstellung und die Wirkung verschiedener Formulierungen und Inhalte u. a. zum Beispiel auf eine finanzierende Bank eingehen.

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Übersicht

Worauf es ankommt

Der Businessplan für die Neugründung oder Übernahme einer Zahnarztpraxis ist etwas ganz individuelles – und so sollte er auch inhaltlich erstellt werden.

Dass sich Zahnärztinnen und Zahnärzte dabei durch Unternehmensberater, Coaches oder Finanzvermittler unterstützen lassen ist durchaus branchenüblich und nicht verwerflich.

Natürlich ist auch die Einbeziehung von Steuerberater:innen für einige Positionen nicht nur empfehlenswert, sondern teils notwendig.

„Keine Gründerin und kein Gründer sollten den Businessplan inhaltlich vollständig aus der Hand geben“

Die Erstellung des Businessplanes vollständig in „fremde Hände“ legen empfehlen wir nicht. Es geht um die Praxis der Zahnärztin oder des Zahnarztes und nicht um die einer dritten Personen.

In einem persönlichen Gespräch merkt man sehr schnell, ob sich die Gründerinnen und Gründer mit den Inhalten identifizieren können, selbstständig darüber Auskunft geben und noch nicht vollständig klare Positionen erläutern können.

Beispiel

für eine thematische Gliederung
  • Zusammenfassung des Vorhabens
  • Person
  • Leistungsangebot
  • Markt | Wettbewerb | Standort
  • Patienten | Zuweiser
  • Personal
  • Führung | Management
  • Analyse bisheriger Ergebnisse
  • Konkrete Maßnahmen zur Patienten- und Zuweisergewinnung | Marketing
  • Künftige Praxisentwicklung | Strategie
  • Wirtschaftlichkeit | Finanzplanung
  • Investitionsplan | Finanzierungsbedarf

Wie kann man sich jetzt den Inhalten der Themen nähern ?

Eine mögliche Herangehensweise

Wenn man hier nicht sofort weiß auf welche konkreten Punkte man eingehen sollte, kann es hilfreich sein, sich mit Fragen an die Inhalte heranzutasten. Das macht nicht nur inhaltlich Sinn sondern die Gründenden stoßen damit ggf. auch auf den ein oder anderen „wunden“ Punkt, den sie bisher vielleicht selbst so noch gar nicht wahrgenommen haben.

Zusammenfassung

Wer Gründet

Was wird gegründet

Praxisform. Fachrichtung. Informationen zu Größe, Anzahl Behandlungszimmer, Ausbaureserve

Wo wird gegründet

Wann ist der Praxisstart vorgesehen

Alles, was nicht in den nächsten Themenbereichen abgedeckt wird die Gründerin oder der Gründer aber für wichtig erachtet mit aufzunehmen.

Natürlich können nachfolgend auch noch beliebige Themenfelder hinzugefügt werden.

Person | Gründerin | Gründer

Welche besonderen fachlichen Fähigkeiten habe ich ?

Hier muss nicht auf die normalen, während des Studiums und Assistenzzeit erworbenen Fähigkeiten eingegangen werden. Diese sind durch die erteilte Approbation nachgewiesen. Trotzdem kann man natürlich darauf eingehen wenn man möchte.

Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse habe ich ?

In welcher Form habe ich mich bislang schon mit betriebswirtschaftlichen Themen auseinander gesetzt – z. B. Einblick in Unternehmen der Eltern etc.

Welche unternehmerischen Fähigkeiten sind vorhanden ?

War ich schon einmal unternehmerisch tätig, habe ich Erfahrungen während einer angestellten Tätigkeit mit Einbindung in die Unternehmensführung gemacht ? Konnte ich bereits Führungserfahrung sammeln?

In welcher finanziellen Situation befinde ich mich ?

Kann ich die ersten Monate den Lebensunterhalt aus vorhandenen Mitteln bestreiten oder benötige ich hierzu eine Finanzierung? Wie ist meine zusätzliche Rücklagensituation. Allgemeine Vermögensverhältnisse.

Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen noch erfüllt werden?

Welche Anträge sind noch zu stellen und welche Verträge zu schließen?

Leistungsangebot

Welche Leistungen sollen im einzelnen angeboten werden?

Mit welchen speziellen Leistungen sollen Patienten gebunden werden?

Warum kommen Patienten gerade in diese Praxis und bleiben dort?

Durch welche Leistungen konnen Schwankungen bei Kassenleistungen kompensiert werden?

Markt | Wettbewerb | Standort

Welche Mitbewerber sind im Einzugsgebiet der Praxis vorhanden und welches Behandlungsangebot wird abgedeckt?

Hier hilft i. d. R. ein Verweis auf – oder ein Auszug aus der Standortanalyse. Je nach Lage sind auch Google Maps Recherchen

Welches Patientenpotential ist am Standort vorhanden und passt es zu meinem Behandlungsangebot?

Hier helfen soziodemographische Daten für den Standort. Meist auch enthalten in einer Standortanalyse.

Ist davon auszugehen, dass die vorhandene Nachfrage ausreicht um das Vorhaben rentabel umzusetzen?

Ist das Leistungsangebot meiner Praxis am Standort konkurrenzfähig?

Auch hier hilft ein Blick auf die Mitbewerber:innen.

Patienten und Zuweiser

Mit welcher Anzahl Neupatienten rechne ich in welchem Zeitraum?

Welche Möglichkeiten der Patientengewinnung werden genutzt?

Das Patientengewinnungskonzept – insbesondere bei Neugründungen elementar – kann auch im Bereich Marketing weiter ausgeführt werden.

Wie werden Patienten und ggf. Zuweiser über Leistungen informiert?

Homepage, Newsletter, Mailings, Telefon, SocialMedia?

Wie offensiv werden zusätzliche Leistungen angeboten?

Gibt es z. B. ein Angebot zur Telemedizin / Videosprechstunde? Wer übernimmt Beratungs- und Angebotsaufgaben?

Wie wird die Zufriedenheit der Patienten gemessen?

Gibt es eine manuelle Erfassung – z. B. Bälle in Bodenvasen – oder wird digitale Version eingesetzt? Wie ist der Umgang/Einsatz von Bewertungsportalen geplant?

Personal

Über welche Qualifikation verfügen die Mitarbeitenden (bei Übernahme)?

Bei Neugründungen wichtig: wie rekrutiere ich Mitarbeitende und mit welcher Qualifikation sollen sie ausgestattet sein?

Welche Medien will ich einsetzen. Verfolge ich eine bestimmte Strategie? Ist sichergestellt, dass ich zum Praxisstart ausreichend Mitarbeiter gewinnen konnte.

Mit welcher Personalstruktur will ich arbeiten?

Z. B. Praxismanagerin, spezielle Abrechnungshelferin, Prophylaxe Helferin.

Führung und Management

Wie ist die Vertretung der Gründer:innen geregelt?

Wer führt die Abrechnung in der Praxis durch?

Mitarbeitende/Gründer oder Gründerin – Qualifikation ? Wir ein Factoringunternehmen eingesetzt oder eine externes Abrechnungsunternehmen?

Gibt es Besonderheiten bei der Organisationsstruktur?

Analyse bisheriger Ergebnisse der Praxis (bei Übernahmen)

Wie ist das Ergebnis der Umsatzanalyse?

Wie ist das Ergebnis der Kostenanalyse?

An welche Erfolge der Vergangenheit kann angeknüpft werden?

Wie kann das erreicht werden?

Welche Strukturen müssen verändert oder angepasst werden?

Welche Kennzahlen müssen optimiert werden?

Konkrete Maßnahmen zu Marketing, Patienten- und Zuweisergewinnung

Welche Ziele sollen kurz- und mittelfristig realisiert werden?

Z. B. in der Prophylaxe, hochwertigen Lösungen oder bei den Carecalls etc.

Wie sollen die Ziele erreicht werden?

Gibt es ein nachhaltiges Patientengewinnungskonzept – wer wurde mit der Erarbeitung beauftragt – wie erfolgt das Controlling?

Wie wird das Erreichen gemessen und was geschieht, wenn bei Abweichungen?

Wird z.B. über die BWA, die Praxissoftware oder andere Instrumente gesteuert?

Wie sieht das Marketingkonzept der Praxis aus?

Internetauftritt, Online-Terminsystem, regionale Printmedien, Altenheime, SocialMedia

Praxisentwicklung

Wie sieht die realistische Planung der nächsten 3 – 5 Jahre aus?

Umsatz- und Kostenplanung

Wirtschaftlichkeit

Auf welchen Annahmen basiert die Rentabilitätsplanung?

Bei Übernahme in der Regel die bisherigen Zahlen der Abgebenden – bei Neugründungen: mit welchen Neupatientenzahlen wurde kalkuliert und welchem Leistungsdruchschnitt.

Wie plausibel sind die Annahmen?

Sind sie bei kritischer Betrachtung realistisch? Ggf. hilft hier auch eine worst case | real case | best case Betrachtung.

Wie wird sich voraussichtlich die Liquidität entwickeln ?

Eine Kontostandsplanung für die nächsten 3 bis 6 Monate (z. B. erstellt durch den Steuerberater) ist ein sehr gutes Instrument um die tatsächliche Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites zu ermitteln. Diese gibt Aufschluss über die wahrscheinlich benötigte Höhe eines möglichen mittelfristigen Betriebsmittelkredites z.B. über die KfW und eines meist teureren Kontokorrentkredites auf den Praxiskonto. Die auf Jahresbasis erstellten Planungsrechnungen helfen hier meist wenig.

Wie hoch ist der zu erzielenden Mindestumsatz zur Deckung von Praxiskosten, Privatausgaben und Vorsorge ?

Hier helfen z. B. die Berater:innen der Heilberufe-Center der Hamburger Sparkasse oder Berliner Sparkasse.

Investitionsplan | Finanzierungsbedarf

Sind die geplanten Investitionen in der Höhe dem Vorhaben angemessen?

Hier ist die langfristige Strategie, das Leistungsspektrum aber auch die Micro- und Macrolage relevant.

Ist die Struktur der Investitionen plausibel?

Wie ist das Verhältnis von Investitionen z. B. in Produktive Gegenstände und von Investitionen z. B. in reine Umbaumaßnahmen, die zwar oft notwendig sind, mit denen aber kein Geld verdient wird. Gerade Umbaumaßnahmen sollten kritisch geprüft werden und eine erhebliche Beteiligung des Vermieters angestrebt werden.

Wie hoch sollte die Maximalinvestition sein ?

Es macht durchaus Sinn sich hier ein Limit zu setzen. Mehr geht immer – ist aber „mehr“ immer notwendig und sinnvoll?

Anlagen

Lebenslauf

Standortanalyse

Lohnjournal (bei Übernahme)

Mietvertrag (ggf. Entwurf)

Gesellschaftsvertrag – ggf. Entwurf (bei BAG, PG)

Übernahmevertrag – ggf. Entwurf (bei Praxiskauf)

Planzeichnungen (bei Neugründung)

Veranstaltungen

Gemeinsam erarbeiten. Gemeinsam wachsen.

Der Existenzgründungs-Talk

Datum:

14.04.2023


Ort der Veranstaltung:

Online


Preis:

Kostenlos


Fortbildungs­punkte:

Details folgen


Mehr erfahren

Der Praxisabgabe-Talk

Datum:

26.09.2023


Ort der Veranstaltung:

Details folgen


Preis:

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Fortbildungs­punkte:

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